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Anschluss ans Verkehrsnetz

Die fortschrittlichen Bürgermeister Andreas Schulte und Johann Claus und die Vertreter der Ausschüsse schlossen durch die Unterstützung der genannten Projekte den Ort an das Verkehrsnetz an. Der Fortschritt ließ sich nicht aufhalten.

Die Kirche der kleinen Bauerngemeinde stand früher auf dem alten Friedhof. Als Nord- und Südgeorgsfehn sich immer mehr entwickelten, reichten bald die Plätze im kleinen Gotteshaus nicht mehr aus. Die Bewohner der Fehne verlangten auch ihre Plätze. Nordgeorgsfehn wandte sich mit einer Beschwerde an die Behörde, weil die Bauern ihre festen Sitze hatten und die Fehnbewohner keine bekamen. Deshalb entschloss man sich, südlich des heutigen Denkmalplatzes eine neue Kirche zu bauen. Das war im Jahre 1895. Die große Kreuzkirche kostete 54 800 Goldmark. Der Minister stiftete zwar 5000,- Mark und der Provinzialfonds dieselbe Summe, aber die Kirchen-Gemeinde musste 44 800 Goldmark bei der Ostfriesischen Bank in Leer aufnehmen.

Auch die alte Schule, die auf dem jetzigen Denkmalsplatz stand, genügte nicht mehr den Forderungen der neuen Zeit. Im Jahre 1908 wurde die Frage eines Neubaues spruchreif. Die alte Schule wurde abgebrochen. Das Angebot der Baufirma Gebrüder Schulte in Loga in Höhe von 11 937,52 Goldmark wurde als das vorteilhafteste angesehen und dieser Firma wurde der Neubau übertragen. Beim Bauen trat übrigens eine unerwartete Verzögerung ein: Das Schiff, das die Dachziegel geladen hatte, sank im Sturm auf der Jümme; so kamen die Ziegel mit Verspätung an ihren Ort.

Im Jahre 1913 errichtete der Kriegerverein in Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretungen von Hollen, Nord- und Südgeorgsfehn das Denkmal auf dem neu angelegten Denkmalsplatz. Die vier Linden, die das Ehrenmal beschatten, stehen unter Naturschutz. So haben in den ersten Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg tatkräftige Männer die Entwicklung des Bauerndorfes gefördert. - Die Bauern Martin Kaling, Ubbe und Habbo Möhlmann, Hermann Haßeler, Andreas Baumann, Gerd Janßen, Johann Ahlers, Ude Baumann und die Bäuerin Foske Torbeck errichteten eine Plaatse. Der Kaufmann Ert Wissmann gründete damals die Hollener Molkerei, baute sich ein stattliches Vorderhaus mit geräumigem Hinterhaus an seinen alten Laden und ließ sogar eine Klinkerstraße bis zur Molkerei legen. Der Bäckermeister Johann Claus, Hermann Behmann, der Schmiedemeister Habbert Kampen und der Bauunternehmer Johann Boekhoff eröffneten ebenfalls in Neubauten ihre Geschäftsunternehmen.